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Dortmunder Katholiken zur Zeit des Ersten Weltkriegs

Ausstellung in der Grabeskirche zeigt Bilder, Dokumente und Feldpostbriefe


 

Foto: pdp

Dortmund, 29.05.2015.
Wie haben die Katholiken in Dortmund die Zeit des Ersten Weltkrieges erlebt,

welche Ereignisse waren in dieser Zeit von Bedeutung und welche Aktivitäten wurden in den Pfarrgemeinden unternommen um diese schwere Zeit zu überstehen?
Diesen Fragen widmet sich eine Ausstellung der
Dokumentationsstelle für Dortmunder Kirchengeschichte,
die am Donnerstag, 28. Mai 2015

in der Grabeskirche Liebfrauen, Amalienstraße 20,
eröffnet wurde. (verlängert bis zum 31. 8.2016)



„Für Gott und Vaterland“ (1914-18) - Dortmunder katholische Kirchengemeinden im Ersten Weltkrieg“, heißt der Titel der Ausstellung, die bis zum 31. Januar 2016 während der Öffnungszeiten der Grabeskirche täglich von 10 bis 17 Uhr besichtigt werden kann.

Prof. Dr. Dieter Höltershinken (Konzeptentwicklung und Leitung), Herbert Schnier, Brigitte Spieker und Rolf Jürgen Spieker (Fotos) sammelten dazu Material und Informationen aus Pfarrchroniken, dem „Kirchlichen Anzeiger“ für die Dortmunder Pfarrgemeinden und im Dortmunder Stadtarchiv. Fotos von Kunstwerken und Einrichtungen, Bücher, Bilder, Dokumente und Gegenstände aus dieser Zeit geben einen Einblick in das Leben der Dortmunder Katholiken während und auch nach der Kriegszeit. Als Besonderheit können zahlreiche Originale aus privaten Händen erstmals der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Hervorzuheben sind hier beispielsweise die Dortmunder Feldpostkarten. Diese und ein während des Krieges mitgeführtes Gebetbuch des Dortmunder Soldaten Hans Purk stellte dessen Tochter Margret Purk zur Verfügung.

„Motiv einer Feldpostkarte.“
Repro: R.-J. Spieker

 

Eine einführende Stellwand der Ausstellung gibt einen ersten Einblick in die Kriegszeit allgemein und in Dortmund. Die abschließende Stellwand verweist auf das Totengedächtnis und leitet den Besucher zur Josephskapelle der Grabeskirche Liebfrauen. Diese Kapelle wurde bereits im letzten Kriegsjahr zu einem Ort, an dem die Gläubigen der Liebfrauengemeinde ihrer Gefallenen gedachten.

Inwieweit der Erste Weltkrieg als „Kampf für Thron und Altar“, für „Gott und Heimat“, für „Vaterland und Religion“ auch für die Dortmunder Katholiken bedeutsam war, welche Spannung also im Titel der Ausstellung enthalten ist, darüber nachzudenken will die Ausstellung anregen.

Quelle: Katholische Stadtkirche Dortmund

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